Ihre Impfung leistet einen wichtigen Beitrag

Pro Senectute Kanton Zürich ruft alle Menschen im Alter ab 50 Jahren auf, sich sobald als möglich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Auf diesem Weg leisten insbesondere die Seniorinnen und Senioren einen dreifachen Beitrag: an die eigene Gesundheit, an die Wirtschaft und an die Generationensolidarität.

 

Sie schützen dadurch nicht nur sich selbst und vulnerable Gruppen, sondern auch ihre täglichen Kontakte wie ihre engsten Angehörigen und das Pflege- und Betreuungspersonal. «Ab Alter 50 spricht nichts dagegen, sich impfen zu lassen», hielt alt Bundesrätin und Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz Eveline Widmer-Schlumpf fest, «denn einerseits ist das Immunsystem ab diesem Zeitpunkt nachweislich weniger leistungsfähig, andererseits treten im Alter zusätzliche Erkrankungen auf.»

Ein wichtiger Beitrag der Seniorinnen und Senioren

Die ganze Gesellschaft und Schweizer Unternehmen haben bereits und werden weiterhin viele Entbehrungen hinnehmen müssen, um die Menschen mit einem erhöhten Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs zu schützen und der Corona-Pandemie Herr zu werden. Die Impfung ab Alter 50 ist deshalb auch ein Akt der Solidarität mit der jüngeren und erwerbstätigen Bevölkerung, welche die Massnahmen zum Schutz der vulnerablen Menschen mitträgt.

Im Folgenden finden Sie häufige Fragen und Antworten zur Coronavirus-Impfung im Kanton Zürich.

Kann mir Pro Senectute Kanton Zürich bei der Impfanmeldung behilflich sein?

Wir sind im Gespräch mit der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich und prüfen zusammen mit dem Kanton, wie wir die primäre Zielgruppe (Personen ab 75 Jahren) unterstützen und bei der Anmeldung behilflich sein können. Aktuell sind keine Impfanmeldungen möglich, sobald die nächste Impfwelle startet, werden wir an dieser Stelle wieder informieren. Wir bitten um Geduld.

Wo kann ich mich für die Impfung anmelden?

Bis Ende Januar soll eine Registrierungsmöglichkeit zur Verfügung stehen, über welche sich Perso-nen ab 75 Jahren und Hochrisikopatienten registrieren und für einen Impftermin voranmelden können.

Kann ich mich beim Hausarzt impfen lassen?

In einem ersten Schritt erhalten 165 Hausarztpraxen je 100 Impfdosen im Januar. Die aktuelle Planung der verfügbaren Impfstoffmengen sieht vor, dass im Februar weitere 250 Praxen mit der gleichen Menge des Impfstoffs beliefert werden. Die Hausärzte vergeben ihre Kontingente selbst-ständig an ihre Hochrisikopatienten. Diese werden von ihren Ärzten kontaktiert. Ab Impfstart in den Praxen werden alle Hausärzte auch wieder die Möglichkeit haben, ihre Hochrisikopatienten für eine Impfung am EBPI anzumelden.

Wie ist die Situation im Altersheim?

Die Covid-19-Impfaktion mittels mobiler Equipen an allen 358 Alters- und Pflegeheimstandorten im Kanton Zürich läuft . Die Detailplanung ist abgeschlossen und wird in diesen Tagen an die Heime kommuniziert. Ziel ist es, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal bis Mitte März die erste Impfdosis erhalten haben.

Gibt es eine bestimmte Priorisierung von Zielgruppen?

Aufgrund der aktuell beschränkten Menge hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine klare Priorisierung der Zielgruppen aufgestellt.

Die Impfung ist prioritär für folgende Zielgruppen ab 16 Jahren vorgesehen:

Zielgruppe 1 : Besonders gefährdete Personen (ohne schwangere Frauen)
Zielgruppe 2: Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt / Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen
Zielgruppe 3: Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder, betreuende Angehörige) von besonders gefährdeten Personen
Zielgruppe 4: Personen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko (z. B. Behindertenheime)

Da zum Impfstart eine beschränkte Anzahl an Impfdosen verfügbar ist, wurde eine weitere Priorisierung in der Zielgruppe 1 notwendig. Folgende Personen (aus der Zielgruppe 1) erhalten zuerst Zugang zur Impfung:

  • Personen ab 75 Jahren
  • Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko, unabhängig vom Alter

Danach folgen:

  • Personen zwischen 65 bis 74 Jahren
  • Personen unter 65 Jahren und Personen mit chronischen Krankheiten, die noch nicht geimpft wurden

Nach den Personen in der Zielgruppe 1 wird die Impfung den Personen der Zielgruppen 2, 3 und 4 in entsprechender Reihenfolge angeboten. Im weiteren Verlauf wird auch eine Impfung für Erwachsene möglich sein, die nicht unter die Zielgruppen 1 – 4 fallen.

Muss ich mich immer noch an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten, wenn ich geimpft bin?

Ja unbedingt. Die Hygiene- und Verhaltensregeln bleiben auch weiterhin wichtige Massnahmen, um sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen. Auch wenn eine Impfung vor einer Erkrankung schützt, ist heute noch nicht klar, ob sie auch vor einer Übertragung des Coronavirus schützt.

Muss ich mich immer noch in Quarantäne begeben, wenn ich geimpft bin?

Die Quarantäneanweisungen bleiben bis auf Weiteres bestehen und müssen eingehalten werden. Denn heute ist noch nicht klar, ob die Impfung auch vor einer Übertragung des Coronavirus schützen wird. Das Ziel ist jedoch, dass in Zukunft Anpassungen gemacht werden können. Dies ist abhängig davon, ob und wie gut die Impfung vor einer Übertragung des Coronavirus schützt, wie viele Personen geimpft sein werden und ob die Fallzahlen zurückgehen.

Ist die Coronavirus-Impfung freiwillig?

Die Impfung ist freiwillig. In der Schweiz herrscht keine Impfpflicht.

Was kostet die Coronavirus-Impfung?

Die Impfung ist kostenlos. Sie wird von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen. Bund und Kantone tragen ebenfalls einen Teil der Impfkosten.

Was bringt es, wenn ich mich impfen lasse?

Als Erstes schützen Sie sich mit der Impfung selbst. Sie tragen zudem dazu bei, dass die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Todesfälle sinkt. Gleichzeitig entspannt sich die Situation im Gesundheitssystem. Spitalkapazitäten können aufrechterhalten werden und das medizinische Personal wird entlastet. Negative soziale und wirtschaftliche Folgen aufgrund der Covid-19-Pandemie werden reduziert.

Wie sicher ist der Coronavirus-Impfstoff?

Weil die Sicherheit der Impfstoffe an oberster Stelle steht, werden diese von der Schweizerischen Arzneimittelbehörde Swissmedic einer strengen Prüfung unterzogen. Sie werden erst zugelassen, wenn ihre Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität gewährleistet sind. Diese werden auch nach der Zulassung weiterhin überwacht. Der erste Impfstoff von Pfizer-BioNTech wurde am 19. Dezember 2020 zugelassen. Drei weitere Impfstoffkandidaten von Moderna, AstraZeneca und Janssen-Cilag befinden sich zurzeit im Zulassungsverfahren.

Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Wie bei allen Medikamenten können Impfstoffe Nebenwirkungen verursachen. Sie sind meistens mild und von kurzer Dauer.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

  • Reaktion an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen;
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit;
  • Muskel- und Gelenkschmerzen;
  • allgemeine Symptome wie Schüttelfrost, Fiebergefühl oder leichtes Fieber.

Sehr selten kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu einer allergischen Reaktion. Eine solche Reaktion tritt meist unmittelbar nach der Impfung auf. Bei Personen, bei denen bereits schwere allergische Reaktionen aus der Vergangenheit bekannt sind, müssen im Fall einer Impfung entsprechende begleitende Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden. Ernste, dauerhafte Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Es werden weiterhin Daten von den Behörden und Herstellerfirmen gesammelt. Ebenfalls werden die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe laufend überwacht.

Wie ist meine Coronavirus-Impfung dokumentiert?

Jede Person, die sich impfen lässt, erhält von der Fachperson einen unterschriebenen Impfnachweis, der Informationen zum verabreichten Impfstoff (z. B. Handelsname, Hersteller, Lot-Nr.) festhält.

Sobald die dafür notwendigen elektronischen Instrumente verfügbar sind, kann die Impfung im elektronischen Tool myCOVIDvac erfasst werden. So kann ein elektronischer Impfnachweis ausgestellt und die Impfung zu einem späteren Zeitpunkt auf www.meineimpfungen.ch übertragen werden. Wenn Sie es wünschen, ist es aber auch möglich, dass die Impfung im papierenen Impfausweis erfasst wird.

Weitere Informationen:

© Pro Senectute Kanton Zürich 2021