Gabriela Kossak, Gemeinwesenberaterin und Kulturmanagerin

Zur Person:
Alter: 56
Privat: verheiratet, zwei erwachsene Kinder, wohnhaft in Zürich
Freizeit: Wandern mit Zweibeinern und Vierbeinern, kochen und Kulturreisen

In welcher Funktion arbeitest Du und wo?
Ich arbeite als Gemeinwesenberaterin im Dienstleistungscenter Oberland in Wetzikon und habe zusätzlich die Fachverantwortung für unser Angebot «Generationen im Klassenzimmer bzw. Seniorinnen und Senioren in der Schule».

Wie bist Du zu Pro Senectute Kanton Zürich gekommen?
Erste Berührungspunkte mit PSZH hatte ich bereits 2011 bei einer Weiterbildung Das Thema «Alter und gut altern» und die Institution hatten es mir so angetan, dass ich kurz darauf eine Blindbewerbung verschickt habe. Leider ohne Erfolg. Doch fast gleichzeitig war eine Stelle bei Pro Senectute Zug ausgeschrieben, die ich bekommen habe. Als dann 2018 die Stelle in Wetzikon frei wurde habe ich mich erneut bei PZSH gemeldet und dieses Mal hat’s geklappt: Seit Oktober 2018 arbeite ich nun im DC Oberland und bin nach wie vor sehr zufrieden hier.

Was macht Dir besonders Freude an Deinem Beruf?
Dass mein Aufgabengebiet so vielfältig und spannend ist und ich mehrmals täglich in verschiedene Rollen schlüpfen kann. Das ist zwar herausfordernd, passt aber zu meinem Naturell; zu viel Routine entspricht mir nicht. Dass ich eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten kann und gleichzeitig ein tolles Team zum Austauschen habe schätze ich ebenfalls sehr. Und schliesslich bereichert mich der Kontakt zu den Menschen und zu ihren Geschichten! Bei den Erstgesprächen mit Freiwilligen für Generationen im Klassenzimmer erfahre ich viel über ihren Lebensalltag – das ist jedes Mal wieder berührend.

Hast Du schon Mal etwas besonders Lustiges erlebt? 
Corona und die Umstellung auf die Videotelefonie mit Zoom hat uns ein paar lustige Momente beschert. Besonders erinnere ich mich an einen digitalen Erfahrungsaustausch bei dem eine Freiwillige mit wenig Computer-Erfahrung dabei war. Ihr Mann hat sie – immer mit der Pfeife im Mund – tatkräftig unterstützt. Doch auch für ihn war das alles Neuland und entsprechend gab es einige Schwierigkeiten mit der Technik. Ich musste unweigerlich an das Duo Fischbach denken. Aber das tollste kam zum Schluss: Dann tauschte der Mann die Pfeife gegen eine Mundharmonika und spielte als Dank für unsere tolle Arbeit ein Ständchen!

Welchen Teil deiner Aufgabe machst Du weniger gerne?
Da habe ich wohl etwas mit den Freiwilligen gemeinsam: Wenn es Ende Jahr darum geht, die Einsatzzahlen zu erfassen, Rapporte zu schreiben und die Leistungen zu kategorisieren, dann sind das nicht meine liebsten Arbeitstage. Doch das Wissen darum, dass diese Arbeit nötig ist, damit wir den Rest des Jahres das machen können, was wir gerne machen, erleichtert es mir etwas.

Was möchtest Du unseren Freiwilligen noch mit auf den Weg geben?
Während Corona hat das gemeinnützige Engagement nochmals eine ganz andere Bedeutung erhalten und auch einer breiten Öffentlichkeit wurde bewusst, wie sehr dieses unsere Gesellschaft stärkt. Die Freiwilligen von PSZH wissen das nicht «erst» seit Corona, sind also wahre Pioniere auf diesem Gebiet. Es ist mir wichtig, dass sie sich dessen bewusst sind.

© Pro Senectute Kanton Zürich 2021