Prix Merci
Freiwilligenarbeit ist unbezahlbar
Anlässlich des «Internationalen Jahres der Freiwilligen 2026» hat Pro Senectute Schweiz den Prix Merci lanciert. Die Auszeichnung soll die Wertschätzung von Pro Senectute gegenüber ihren rund 15’800 Freiwilligen zum Ausdruck bringen.
Für den Prix Merci sind 22 freiwillig Engagierte aus den 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen nominiert. Aus dem Kanton Zürich ist dies Alfred «Fredi» Reist, Freiwilliger im Treuhanddienst und Leiter der Ortsvertretung Richterswil. Die Öffentlichkeit kann mitentscheiden, wer von den 22 Nominierten den Prix Merci 2026 erhält. Die Publikumsabstimmung startet am 16. Juni 2026.
Interview mit Alfred «Fredi» Reist
Was ist Ihre Aufgabe bei Pro Senectute Kanton Zürich?
Im Treuhanddienst unterstütze ich momentan vier Personen bei administrativen Themen. Als Leiter
der Ortsvertretung Richterswil und Samstagern stelle ich zusammen mit meinem Team lokal ein Angebot für Seniorinnen und Senioren auf die Beine. Wir gratulieren Jubilierenden, organisieren einen Mittagstisch, Filmvorführungen und vieles mehr.
Was schätzen Sie an dieser Tätigkeit besonders?
Mich treibt an, dass ich anderen Menschen helfen kann. Und bei den Anlässen, die wir in der Ortsvertretung organisieren, ist es immer schön, die zufriedenen Gesichter zu sehen. Personen aus ihrer Einsamkeit zu holen und ihnen ein paar schöne Stunden zu bieten, erfüllt mich mit grosser Zufriedenheit.

Was gefällt Ihnen an älteren Menschen vor allem?
Die Ruhe. Ältere Menschen blicken mit Erfahrung auf ein langes Leben zurück. Dies gibt ihnen eine andere Einstellung und einen anderen Blick auf viele Themen. Im Alter muss man vieles nicht mehr, darf aber noch viel.
Was können ältere von jüngeren Menschen lernen?
Der Umgang mit Neuem kann ältere Menschen verunsichern oder gar überfordern. Dies kann bei einem
Online-Bahnbillett beginnen. Bei vielen solchen Themen können oft sogar die Enkel ihren Grosseltern Unterstützung bieten. Ältere Menschen sollten offen sein, die gebotene Hilfe anzunehmen.
Wenn Sie zaubern könnten: Was würden Sie verändern?
Den Freiwilligengedanken, das Miteinander und Füreinander, sollten wir noch stärker leben. Gerade im Alter sind wir aufeinander angewiesen.
Zum Prix Merci
Anlässlich des «Internationalen Jahres der Freiwilligen 2026» der Vereinten Nationen hat Pro Senectute am Alterskongress den Prix Merci lanciert. Die Auszeichnung soll die Wertschätzung von Pro Senectute gegenüber ihren über 15’ 800 Freiwilligen zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig zeigt Pro Senectute mit dieser Initiative die vielfältigen Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements zugunsten älterer Menschen in der Schweiz.

Für den Prix Merci 2026 sind 22 freiwillig Engagierte aus den 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen nominiert. Die Öffentlichkeit kann mitentscheiden, wer den Prix Merci 2026 erhält. Die Publikumsabstimmung läuft online vom 16. Juni bis 31. August 2026. Pro E-Mail-Adresse können maximal drei Stimmen abgegeben werden. Die fünf Nominierten mit den meisten Stimmen qualifizieren sich für das Finale an der Preisverleihung vom 3. Dezember in Olten. Per Los wird dann entschieden, wer unter den fünf Finalistinnen und Finalisten stellvertretend für alle Freiwilligen den Prix Merci gewinnt.