Begegnung – für ein gesundes Altern

Teilnahmen verzeichnete unser vielseitiges Sportangebot.
Teilnehmende besuchten Bildungskurse.
Stunden standen unsere Freiwilligen im Einsatz.
Über 2’800 Freiwillige engagierten sich 2025 im gesamten Kanton Zürich. Sie organisierten Anlässe in Gemeinden, leisteten administrative und digitale Unterstützung, leiteten Sport- und Bewegungskurse, begleiteten den Unterricht in über 100 Schulen und besuchten Menschen zu Hause.
Freiwilligenarbeit – engagiert und unverzichtbar
2025 leisteten unsere Freiwilligen 299’052 Stunden – fast 6’000 mehr als im Vorjahr. Viele engagieren sich langjährig. 2025 durften wir rund 360 Personen für ihr Jubiläum ehren. «Unsere Freiwilligen schaffen mit viel Herz Nähe und Begegnung, das macht ihren Einsatz so wertvoll», sagt Sarah Weibel, Leiterin Freiwilligenarbeit.
Wir konnten 404 neue Freiwillige gewinnen, unter anderem dank einer breit angelegten Kampagne. Gemeinsam mit unserem Freiwilligenbegleitgremium erarbeiteten wir zudem ein neues Konzept, das die Freiwilligenarbeit bei Pro Senectute Kanton Zürich neu strukturiert, wirkungsvoller und nachhaltiger gestaltet sowie Freiwillige direkter begleitet.
Darüber hinaus konnten unsere Freiwilligen aus dem vielfältigen Weiterbildungsprogramm mit 132 Kursen wählen. 1’835 Teilnehmende nutzten dieses kostenlose Angebot. Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzte das Migros-Kulturprozent Ostschweiz, das Freiwilligen in der Region Winterthur und Oberland einen 50-Franken-Gutschein als Dank für ihren Einsatz schenkte.
www.pszh.ch/engagement
Generationen im Klassenzimmer – drei Generationen im Dialog
Im Jahr 2025 engagierten sich 652 Freiwillige mit beeindruckenden 49’552 Stunden in Schulen. Sie ermöglichten, dass in Klassenzimmern nicht nur Schulstoff vermittelt wurde. Adrienne Beck, Gemeinwesenberaterin Pro Senectute Kanton Zürich, bringt es auf den Punkt: «Drei Generationen kommen im Klassenzimmer zusammen und alle profitieren voneinander.» Der Erfolg spricht für sich: Mit 109 Kooperationen – fünf mehr als im Vorjahr – wächst das Interesse der Schulen weiter.
Um die Zusammenarbeit sicherer und wirksamer zu gestalten, entwickelten wir 2025 neue Weiterbildungsangebote für Freiwillige darunter Kurse wie «Das Einmaleins der Rolle von Freiwilligen im Klassenzimmer» und «Verhaltensauffälligkeiten – Tipps für Freiwillige im Schulalltag».
www.pszh.ch/generationen-im-klassenzimmer
Bewegung und Sport – mit Qualität in Bewegung bleiben
Mit 831 Gruppen und Kursen, 22’123 Teilnahmen und 375 Sportleitenden leistete unser Sportangebot 2025 einen zentralen Beitrag zu Gesundheit und sozialer Teilhabe. 24 neue Sportleitende schlossen ihre Ausbildung ab und verstärken damit die Vielfalt unseres Angebots.
Seit Januar 2025 sind die meisten Bewegungskurse QualiCert-zertifiziert. Das ist ein wichtiger Schritt für die Qualitätssicherung und ermöglicht unseren Kundinnen und Kunden, Präventionsbeiträge der Krankenkassen zu erhalten. Ebenfalls ein Meilenstein war die Weiterentwicklung von DomiGym: Mit 84 begleiteten Tandems wird das Angebot ab 2026 als feste Dienstleistung weitergeführt. Eine DomiGym-Kundin feierte 2025 ihren 100. Geburtstag – ein schönes Beispiel dafür, dass Bewegung in jedem Alter möglich bleibt.
Zahlreiche Fachanlässe wie ein Wander- und Nordic-Walking-Treffen, eine Veloleitenden-Tour oder die Jahrestagung mit rund 200 Teilnehmenden stärkten Wissen, Motivation und Gemeinschaft. Zudem durften wir zahlreiche Sportleitende für 10 oder 20 Jahre Engagement ehren. Sie bleiben das Herzstück des Angebots.
Gemeinsam mit der Kantonspolizei und Amusebike schulten wir 2025 über 190 Personen an 12 Standorten in E-Bike-Fahrsicherheit. Das Angebot wird 2026 weiter ausgebaut.
Ein besonderes Geschenk erreichte uns zum Jahresende: Die Gesundheitsdirektion Kanton Zürich finanziert mit ihrer Weihnachtsspende bis Juli 2026 kostenlose Nordic-Walking-Kurse. «Die Nachfrage ist so gross, dass wir Wartelisten führen und zusätzliche Gruppen aufbauen konnten», sagt Raphael Berweger, Bereichsleiter Kurswesen.
www.pszh.ch/begegnung/kurse-machen-sie-mit
Bildung – ein vielfältiges Kursjahr voller neuer Impulse
2025 stand der Bereich Bildung ganz im Zeichen von Wachstum und Neuausrichtung. 147 durchgeführte Kurse mit 1’216 Teilnahmen zeigen, dass die Freude am Lernen auch im Alter ungebrochen bleibt.
Mit neuen Kursen zu Schlaf, Wohlbefinden, Künstlicher Intelligenz, Haustiervorsorge, Keramikmalerei sowie beliebten Koch- und Naturkursen haben wir das Programm erweitert und vielfältiger gestaltet. Besonders gross war die Nachfrage nach dem neuen Kurs «Einführung in die Welt der künstlichen Intelligenz», der gleich viermal ausgebucht war. Es ist ein Thema, das den Nerv der Zeit trifft. «Lernen im Alter ist kein Luxus, sondern eine Investition ins eigene Wohlbefinden. Jeder neue Kurs schenkt Wissen und ein Stück Lebensfreude», sagt Simon Heiniger, Abteilungsleiter Begegnung und Gesundheit.
Ein bedeutender organisatorischer Schritt war die Zusammenführung der Bereiche Bewegung und Sport sowie Bildung zu einem gemeinsamen Bereich «Kurswesen». Diese neue Struktur schafft Effizienz, erleichtert den Zugang zu den Kursen und ermöglicht die Weiterentwicklung des Angebots.
www.pszh.ch/bildung
Gemeinwesenarbeit und Ortsvertretungen – lokal verankert, wirksam vernetzt
Auch im Jahr 2025 zeigte sich eindrücklich, wie viel entsteht, wenn Menschen gemeinsam Ideen entwickeln. So ist der Tanzplausch 60+/− im Salzhaus Winterthur, der einst von Freiwilligen initiiert wurde, heute ein etabliertes Disco-Angebot. In Meilen entstand mit dem «Gipfeltreffen» ein neues Tagesangebot für Menschen mit Demenz. Mit der Gemeinde, lokalen Partnern und Alzheimer Zürich wurde ein Ort des Austauschs geschaffen, der Angehörige entlastet.
Wie gut Selbstorganisation funktionieren kann, zeigt das Beispiel «Lesegenuss Fluntern»: Einmal im Monat treffen sich Interessierte, um Geschichten zu hören und sich auszutauschen. Das Angebot wurde inzwischen erfolgreich in die Hände von zwei engagierten Personen übergeben. Auch das Freiwilligennetz Grüningen wuchs 2025 weiter. Die von der Ortsvertretung koordinierte Nachbarschaftshilfe konnte vollständig in die Selbstorganisation der Gemeinde überführt werden.
In Bülach wurden gemeinsam mit dem WWF Zürich und der Stadt Bülach am Glasi-Platz Hochbeete bepflanzt – ein Projekt, das Naturerlebnis und Mitwirkung auf gelungene Weise verbindet. Die Freiwilligenbörse in Bassersdorf brachte Akteurinnen und Akteure zusammen und ermöglichte Interessierten Einblicke in die Freiwilligenarbeit.
«Gemeinwesenarbeit wirkt dort, wo Menschen sich beteiligen, Ideen einbringen und Netzwerke knüpfen», sagt Claudia Frey, Fachverantwortliche Gemeinwesenarbeit. Die niederschwelligen lokalen Aktivitäten sind nur dank des grossen Engagements unserer Ortsvertretungen möglich. Mit 560 Freiwilligen, 67’200 Stunden und 125 Ortsvertretungen bleibt dieses Engagement breit abgestützt.
www.pszh.ch/gemeinwesenarbeit